Der Brauch des Räucherns in der Weihnachtszeit

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  • 18. Dezember 2017
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Eine altbewährte Tradition im Wandel der Zeit ist das Räuchern an bestimmten Tagen. Sei es um böse Geister zu vertreiben, oder das Licht willkommen zu heißen.

Wintersonnenwende – Julfest 20./21. Dezember

Am 20./21. Dezember findet die Wintersonnenwende statt. Die Sonne erreicht in ihrer Laufbahn den tiefsten Punkt und somit haben wir den kürzesten Tag und die längste Nacht. Noch heute wird erzählt, dass unsere Vorfahren beim Julfest den Sieg der Dunkelheit über das Licht gefeiert haben. Deshalb waren die Themen in dieser Nacht Stille, Rückzug und Tod. Aber schon der nächste Tag steht für Licht und Neubeginn. Das Räuchergut in dieser Nacht sind vor allem Sommerpflanzen, die Hoffnung bringen und uns wärmen sollen. Zum Räuchern beim Julfest eignen sich zum Beispiel Johanniskraut, Wacholder und Angelikawurzel. Wichtig ist es das Haus von unten beginnend nach oben zu räuchern. Denn der Brauch begann damit, dass die Bauern mit der Räucherung im Viehstall begonnen haben, da das Vieh das Wertvollste war.

Die Raunächte – 25. Dezember bis 6. Januar

Die Geschichte in diesen dunklen Nächten beruht darauf, dass Geisterwesen um die Häuser ziehen und die Türen zum Jenseits offen stehen. Zum Schutz vor dem Unheimlichen räuchern wir unsere Häuser. Es sind auch die Nächte in denen am Häufigsten geräuchert wird, denn sie stehen symbolisch für den Übergang zwischen altem und neuem Jahr. Wichtig ist es aber, dass dieses Ritual mit Ruhe durchgeführt wird. Zum Räuchern eigen sich in der Zeit vor dem 6. Januar zum Beispiel Schafgarbe, Mistel und Meisterwurz.

Am Dreikönigstag enden die Raunächte, deshalb ist es Tradition am Vorabend zu Räuchern und das Haus mit Weihrauch zu segnen. Hierfür eigenen sich am Besten Myrrhe, Rose, Fichtenharz und reiner Weihrauch.

Lichtmess – Imbolc 1./2. Februar

Zu Maria Lichtmess am 2. Februar erwacht alles aus dem Winterschlaf und die Lebensgeister werden geweckt. Bei den Kelten wurde Imbolc gefeiert um die Winterstarre zu vertreiben. Bei den Christen stellt es ein Marienfest dar und steht im Sinne der Reinigung. Hier wird das Licht der Kerze geweiht. Es ist der beste Zeitpunkt um das Haus mit Weihrauch zu reinigen und zu segnen. Ein schöner Brauch ist es vor dem Räuchern Angelegenheiten, die man loswerden will, auf einen Zettel zu schreiben. Nach der Räucherung verbrennt man den Zettel im Räuchergefäß und die unangenehmen Dinge werden ins Licht verabschiedet. Für dieses Fest verwendet man zum Beispiel Lavendel, Salbei und Wacholder.

All diese Heilpflanzen haben wir natürlich für Sie in der Fürnitz Apotheke lagernd!

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Quelle: Traditionelle Räuchermedizin – Friedrich Kaindlstorfer