Die acht Ecken des Sternanis

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  • 27. November 2017
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Der Name des Sternanis kommt aus dem chinesischen Raum. „Ba jiao“ bedeutet acht Ecken. Gemeint sind damit die achtfächrigen Balgkapseln. Diese springen bei der Reife sternförmig auf. Die Früchte des Illicium verum schmecken süß wie Lakritze und riechen intensiv nach Anis. In China ist der Sternanis heimisch und wird schon seit 3000 Jahren genutzt. Erst im Jahre 1588 wurden die braunen Sternchen nach Europa gebracht. Im europäischen Raum wird der Sternanis eher zum Basteln verwendet als für medizinische Zwecke, obwohl er ein Geheimtipp bei Erkältungen ist. In der Volksmedizin wird dem Sternanis eine heilende Wirkung bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich und bei Erkrankungen der oberen Atemwege zugeschrieben, indem er zähen Schleim löst. Vorsicht ist jedoch geboten, denn der echte Sternanis darf nicht mit dem Japanischen Sternanis (Illicum anisatum) verwechselt werden. Der Genuss der Früchte, die Shikimifrüchte, führt zu Erbrechen, Durchfällen, Krämpfen und Harnverhalten bis hin zum Tod durch Atemstillstand. Als Räucherwerk ist er aber ungefährlich. Die giftige Shikimisäure kommt aber auch im Echten Sternanis vor und verhindert das sich die Viren im menschlichen Körper ausbreiten. Somit hilft er schon im Frühstadium bei Grippe und Vogelgrippe.

Wir beraten Sie gerne, wie Sie einer Erkältung vorbeugen können, indem Sie die heilende Wirkung des Sternanis nutzen!

Ein kleiner Geheimtipp in der kalten Jahreszeit ist es, den Glühwein mit Sternanis zu würzen. Der Körper wird gewärmt und einer Erkältung gezielt vorgebeugt. Da Sternanis ein beliebtes Gewürz ist gibt es zahlreiche Rezepte, vor allem aus dem asiatischen Raum. Chinesisch gewürztes Hühnerfleisch zuzubereiten ist ganz einfach. Statt den üblichen Gewürzen wird das Hühnerfleisch mit einer Marinade aus Sojasauce und Sternanis bestrichen.

Unsere Quelle: Miriam Wiegele – Heilsames und aromatisches Grün – Band 1